
Auto Fahrrad, Quelle: www.scharfelinse.com Andreas Jacob_Flickr
Sie geraten immer wieder aneinander, Autofahrer und Radfahrer. Die Einen hupen, die Anderen brüllen und verteufeln die jeweils andere Gattung der Verkehrsteilnehmer.
Autofahrer beklagen sich über die schier unendliche Rücksichtslosigkeit der Fahrradfahrer. Sie sehen Verkehrsschilder nur als Empfehlungen an, halten nicht viel von Ampeln und Verkehrsregeln generell. Mal fahren sie auf der falschen Seite der Straße oder in Schlangenlinien, ihnen falle immer etwas neues, lebensgefährliches ein. Der Großteil der Fahrradfahrer überlebe nur aufgrund der Versiertheit der Autofahrer, so der Tenor unter den Letztgenannten. Einige Autofahrer fordern sogar etwas wir Nummernschilder für Fahrräder, um deren Rowdytum im Straßenverkehr anzeigen zu können und den Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen. Eine Verwirklichung dieser Forderung ist gegenwärtig jedoch noch nicht in Sicht Doch stimmt das, sind wirklich die Fahrradfahrer die Alleinschuldigen an diesem Dauerkonflikt? Beleuchten wir das Ganze mal von der anderen Seite, also aus Sicht der „rücksichtslosen“ Radfahrer. Einleitend loben diese erst einmal das Fahrradfahren an sich. Es sei bei moderatem Wetter einfach das perfekte Fortbewegungsmittel. Man kommt bequem durch die innerstädtischen Bereiche, steht nicht im Stau, hat keine Probleme mit der Parkplatzsuche, spart das Geld für Benzin, schont die Umwelt und treibt nebenbei auch noch Sport. Eine langen Liste an Vorzügen, dem kann das Autofahren faktisch fast nur die Bequemlichkeit, die Wetterunabhängigkeit, das Transportvolumen und die bessere Eignung für längere Strecken entgegnen. Wie dem auch sei. Die Fahrradfahrer drehen den Spieß komplett um und erleben Autofahrer als ignorante, überhebliche Verkehrsteilnehmer, die die Fahrradfahrer teilweise bewusst übersehen oder sie durch mangelnde Fahrkünste in Lebensgefahr bringen. Außerdem seien Autofahrer chronisch gestresst mit einem Hang zur Cholerik.
Die Fronten sind verhärtet, es scheint eher unwahrscheinlich, hier in absehbarer Zeit zu einer Einigung zu kommen.








